klarsicht, Gotha, Februar 1999, Seite 8

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Der Fachbuchautor und Kabarettist
Dr.-Ing. Bernhard Röhrig


Bernhard Röhrig, 1951 im thüringischen Heiligenstadt geboren, ist für mich eine Institution.

Nach dem Abitur mit Facharbeiterabschluß beginnt er ein Studium in Dresden, doch bald flieht er vor der Physik von der Elbe an die Ilm nach Weimar und studiert an der Hochschule für Architektur und Bauwesen (heute Bauhaus-Universität Weimar) Silikattechnik.

Nach dem Abschluß bleibt er der Hochschule treu, lehrt u.a. Meß- und Regeltechnik, erhält eine planmäßige Aspirantur und promoviert 1982 über mathematische Modelle von Vorgängen bei der Zementproduktion zum Dr.-Ing.

Praktische Berufserfahrung erwirbt er als Ingenieur für Forschung und Entwicklung beim Zementanlagenbau Dessau, Institut Weimar.

1984 kehrt er wieder in den Hochschuldienst zurück, wird Kulturreferent des Rektors und baut eine eigenständige Lehrveranstaltung »Kulturtheorie und Ästhetik für Ingenieure« auf.

Thüringer Schriftsteller

Aus der Vita eines Unruhigen

Nach 16 Jahren intensiver Arbeit im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich beginnt für den 37jährigen Dr.-Ing., der schon immer kulturell interessiert und tätig war, ein neuer Arbeits- und Lebensabschnitt. Er nimmt ein Fernstudium an der Spezialschule für Leiter des künstlerischen Volksschaffens in Leipzig auf, Fachrichtung Dramaturgie, mit dem Abschluß 1988 als »Staatlich anerkannter Kabarettleiter«.

Von den Texten, die Bernhard Röhrig zwischen 1981-1989 für spielwütige Studenten als Leiter des Studentenkabaretts »Die Armbrust« in Weimar geschrieben hat, beeindruckt, bietet ihm der damalige Intendant der Städtischen Bühnen Erfurt, Bodo Witte, eine Beschäftigung als leitender Dramaturg des Thüringer Satiretheaters und Kabaretts »Die Arche« an.

Die folgenden Jahre sind für Bernhard Röhrig eine glückliche und produktive Zeit der politisch-satirischen Unterhaltung.

Wie sein Vorbild, der Österreicher Werner Schneyder (Dr. der Philosophie, Kabarettist, Sänger, Entertainer und Sportjournalist), versteht es auch Bernhard Röhrig als Kabarettist, der Gesellschaft wesenseigene Widersprüche und Erscheinungen aufzudecken und mit spitzer Zunge rückständige Denk- und Verhaltensweisen zu attackieren.

Nach betriebsbedingter Kündigung als Dramaturg 1995 baute er sich sein eigenes Bühnenprogramm auf.
»Rette uns, wer kann! - Neues aus der Schwarzmal-Klinik« ist mittlerweile das fünfte Programm seiner Solokarriere und darauf angelegt, »wieder einiges ins rechte Licht zu rücken, Panikmache den Kampf anzusagen und ein bißchen mehr Optimismus unters Volk zu streuen«.

Doch damit nicht genug der Herausforderung. Um noch ein zweites Standbein zu haben, absolvierte er 1996 eine Weiterbildung zum Administrator für UNIX und Datenbanksysteme, schreib seitdem drei Fachbücher zu dieser zukunftsträchtigen Technologie, hält Vorträge, macht Trainingsveranstaltungen und führt Workshops durch.

Um immer wieder neue Kraft für die Arbeit am Schreibtisch sowie für Kabarettauftritte zu tanken, geht er mit seiner Frau so oft es geht in die Natur, betreut mit ihr aus Liebe zu Tieren acht Katzen, sucht für ausgesetzte Tiere ein neues Zuhause und liebt, wie er mir sagte, alles, was mit Grips gemacht ist.

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Wer jetzt Lust verspürt, mit Dr.-Ing. Bernhard Röhrig in Kontakt zu treten, hier seine Anschrift:

Hermann-Brill-Straße 43, 99099 Erfurt (nicht mehr aktuell) oder über Internet: http://www.roehrig.com.

Aufgeschrieben
(nach verfügbaren Lebensdaten) von
Hans Rutsch, Wandersleben


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