Trottoir (Fachmagazin für Kleinkunst, Kabarett, Varieté, Gala und Marketing-Veranstaltungen) 22. Dezember 2003

Es festivalt ...

(Im Rahmen dieses Artikels rezensierte Friedemann Heinrich auch das Programm »Am Abgrund ist die Aussicht am schönsten« von Dr. Bernhard Röhrig. Hier der entsprechende Ausschnitt:)

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Wie allgemein bekannt, gibt es im Osten nur sehr wenige Solisten, die keiner Gruppe angehören. Einer davon ist der Erfurter Dr. Bernhard Röhrig, der seit 22 Jahren, 11 Jahre davon als Solist, auf den Kabarettbühnen steht.

In seinem neuen Programm "Am Abgrund ist die Aussicht am schönsten" zieht er wieder alle Register seines Könnens. Dabei ist er auch hier wieder eher ein Mann des Mit-Denk-Kabaretts. Brüll-Pointen sind nicht seine Sache, dafür präsentiert er seine Wortverdrehungen und seine hintersinnigen Anspielungen meisterhaft.

Dr. Bernhard Röhrig                    Foto: L. Edelhoff

Das lohnenswerte Programm ist erneut seine persönliche Kampfansage gegen "Opti-, Pessi- und andere Misten". Bernhard Röhrig lässt dabei eine Reihe skurriler Figuren auftreten, wobei er sich als versierter Verwandlungskünstler, Wortakrobat und Musiker erweist. Das geschickte Zusammenspiel von goldigem und schwarzem Humor lässt das Lachen manchmal im Hals gefrieren. Aber das ist im Kabarett ja so gewollt.

Übrigens sagt er in seinem neuen Programm auch, daß Abgründe dafür sorgen, daß die Weitsicht zunimmt und dem kann man doch zustimmen, oder?

Friedel

 


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