Vogtland-Anzeiger 6. April 2004
| THÜRINGER KABARETTIST ZU GAST IM ELSTERBERGER BURGKELLER |
Elsterberger halten sich die Bäuche vor Lachen |
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Der Solokabarettist Bernhard Röhrig |
ELSTERBERG - Entspannung pur, dafür aber eine Beanspruchung der Lachmuskeln: Beidem waren die Besucher am Freitagabend im Elsterberger "Burgkeller" ausgesetzt. Das wird manchem nach einer arbeitsreichen Woche aber gar nicht so unrecht gewesen sein. Eingeladen zu diesem Kabarettabend, der mit Worten wie "Operation am offenen Gehirn", "wörtliche Betäubung", mit "Höherer Blödsinn" und "Äktschen" angekündigt worden war, hatte der Vogtländische Heimatverein. Knapp 100 Besucher erlebten im Haus der Vereine in der Karl-Marx-Straße den Erfurter Solokabarettisten Bernhard Röhrig. Der unterhielt "aufmerksam und rücksichtslos" zu Themen der Tagesaktualität mit satirischen Worten und teils auch in gereimten Versen. Der 53-jährige geborene Heiligenstädter wusste aber auch aufbauend auf seine Sangeserfahrung in |
Kirchenchor und FDJ-Singegruppe als Sänger humoresker Lieder zu überzeugen. So erhielt ganz nebenbei die Melodie der Nationalhymne einen neuen pointenreichen Text. "Höherer Blödsinn"Nur wenig Kulisse bot sich dem Betrachter auf der Bühne: Tisch und Stuhl, manchmal eine Kopfbedeckung oder ein weiß-roter Schal untermauerten die Ausführungen Röhrigs. Mitten im Publikum begann er als Wanderer seinen Elsterberger Auftritt. Über Trends, |
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Reisebüro oder ein Bananenlied wurde schließlich der vielbefahrene
Schmidtstedter Knoten in der Thüringer Landeshauptstadt zu seinem Thema.
Dabei schlüpfte er elegant sowohl in die Reporterrolle als auch in die
des Polizeisprechers. Schließlich hatte er auch Nachrichten aus
Thüringen parat.
Nach der Pause gab esd "Dreifach-Trost", die "Rat-Los-Show" oder "Bewegte Zeiten" für die sich wahrlich amüsierenden Zuschauer. Röhrig unterhielt mit eigenen Werken, bot aber auch Texte verschiedener Thüringer Autoren dar, wie Andreas Kausch oder Ulf Annel. Der Abend war sicher ein guter Anfang, mit unterhaltsamer Kultur wieder etwas Schwung ins abendliche Stadtgeschehen Elsterbergs zu bringen. j.st. |
Blick ins Publikum, das gut unterhalten wurde. Zum Beispiel mit Berichten vom Straßengeschehen aus Erfurt. FOTO: j.st. |
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"Am Abgrund ist die Aussicht am schönsten"