Willkommen zu Linux im Netz. Dieses Buch soll Ihnen ein Wegweiser sein auf den verschlungenen Pfaden durch die Netzwelt. Und ich wünsche Ihnen, daß Sie mit seiner Hilfe immer am erstrebten Ziel ankommen.
Ein Buch über diesen Gegenstand kann nicht entstehen ohne die Hilfe und Zuarbeit vieler anderer Menschen guten Willens.
Ihnen allen möchte ich an dieser Stelle danken. Als erstes natürlich meiner Frau Ulrike, die mit mir gemeinsam das ganze Projekt durchgestanden und mich in vielen kleinen und großen Dingen unterstützt hat. Weiterhin unseren Katzen und Katern Micky, Blackie, Füchsi, Maja, Mickie, Heinrich, Pimsy, Winzie und Mimi, die mich Geduld lehrten und mir durch Ihre unerschöpflichen Einfälle aus vielen Krisen heraushalfen.
Ich danke Donald Becker, der die meisten Linux-Netzkartentreiber für Linux schrieb, und Olaf Kirch für seinen wirklich großartigen Wegweiser für Netzwerker -- beiden stellvertretend für die vielen hundert enthusiastischen Linux-Entwickler, -Tester und -Dokumentierer in aller Welt, die den Linux-Netzbetriebscode zu dem gemacht haben, was er heute ist, und die nicht alle an dieser Stelle aufgezählt werden können. Ebenso danke ich den Autoren der von mir ausgewerteten Bücher und zahllosen READMEs, FAQs, HOWTOs, RFCs und wie sie alle heißen. Ohne Sie wäre das Buch undenkbar, und nach Möglichkeit habe ich alle Quellen getreulich erwähnt. Vieles jedoch bleibt einfach deshalb unzitiert, weil es schon so in den Bestand des eigenen Wissens eingegangen scheint, daß man sich oft nicht mehr des Ursprungs erinnert. Deshalb an dieser Stelle allen nicht erwähnten Wissenslieferanten ein herzliches Dankeschön.
Mein großer Dank gilt Nick Wells und Lyle Ball und vielen Ungenannten von Caldera Inc. für die Unterstützung des Werkes mit einer CD und zahlreichen Tips. Natürlich ebenso den fleißigen Programmierern von LST Erlangen, die einen großen Teil der Software schufen oder anpaßten.
Marina Schröter, Reiner Makarowski, Steffen von Eye und dem S.u.S.E.-Team verdanke ich tiefere Einsichten in UNIX, C und Linux.
Mathias Graf, Joachim Zabel, Andreas Lohse, Andreas Fischer, Karsten Riechel, Alf Dietrich, Wolfgang Hölzer Jürgen Meersteiner und Andreas Roscher danke ich für die vielen Tips und Anregungen für die Teile des Buches, die sich der Zusammenarbeit mit anderen Betriebssystemen widmen.
Ein besonderer Dank geht an Rosa Riebl vom C&L-Verlag, die das Projekt mit viel Liebe und Geduld begleitete, Mohammed Hawa, der das neckische Cover gestaltete, Jörg Kalies, der den Satz besorgte, und viele ungenannte Helfer in Verlag und Druckerei.
Last but not least, danke ich Klaus Krebs, ohne den dieses Buch wahrscheinlich nie entstanden wäre.
Wenn ich all diese Namen hier anführe, bedeutet dies nicht, daß die Genannten in irgendeiner Weise mit den Schwächen und Ungereimtheiten zu identifizieren wären, die das Buch womöglich enthält. Diese sind ganz allein dem Autor anzulasten.
Das Buch wendet sich in erster Linie an Leser mit Programmierkenntnissen, die das Betriebssystem Linux im Home-Bereich oder im Unternehmen einsetzen und dabei die Netzwerkfähigkeiten des Systems nutzen wollen.
Ausgehend von einfachen Beispielen aus dem Bereich der LAN-Vernetzung, möchte ich Ihnen Schritt für Schritt zeigen, wie auch anspruchsvolle Lösungen für das Internet bzw. Intranet mit vergleichsweise geringem Aufwand erzielt werden können.
Am Ende steht die komplette Einrichtung eines Sets von Intranet-Servern.
Linux, das fast zum Nulltarif erhältliche Betriebssystem, ist gegenwärtig dabei, sein Image als »UNIX für Arme« abzustreifen. Immer häufiger wird es in professionellen Umgebungen eingesetzt, auch für unternehmenskritische Anwendungen. Nach einer US-amerikanischen Untersuchung laufen derzeit bereits 9% aller WWW-Server weltweit unter Linux.
Was viele bisher abgeschreckt hat, sich mit Linux anzufreunden, ist der Eindruck der »Freakigkeit«, des relativ hohen Konfigurations- und Einarbeitungsaufwandes. Hier hat sich jedoch in den letzten beiden Jahren vieles bewegt. Einerseits haben semi-kommerzielle Distributionen vieles zur Vereinfachung der Installationsprozedur beigetragen, andererseits wurden durch die weltweite Linux-Gemeinde eine ganze Reihe von Werkzeugen geschaffen und ständig verbessert, die dem Programmierer, Systemadministrator und Anwender das Leben leichter machen.
Was nun vorliegt, ist ein ausgereiftes, modernes 32-bit-Multiuser-/Multitasking-Betriebssystem, das in Fragen der Rechnervernetzung -- sowohl im lokalen Bereich als auch weltweit -- kaum noch Wünsche offen läßt. Hinzu kommt, daß ein Großteil der Software frei kopierbar ist und auch im Quelltext vorliegt. Sie müssen keine teuren Server- und Benutzerlizenzen erwerben, um in den Genuß eines Netzwerk-Betriebssystems für Ihre LAN- und Intranet-Anwendungen zu kommen. Nehmen Sie einfach Linux.
Andere Systeme mögen vielleicht auf den ersten Blick eleganter ausgelegt und sozusagen mundgerecht vorkonfiguriert erscheinen. Mit Linux haben Sie aber den unbestreitbaren Vorteil, das System optimal an Ihre eigenen Bedürfnisse anpassen zu können. Es gilt der Grundsatz: Geht nicht gibt's nicht. Welches andere System hätte Ihnen das schon zu bieten. Freilich macht das auch ein wenig mehr Arbeit. Aber die Freude am gelungenen Werk entschädigt einen für vieles. Und denken Sie einmal daran, wieviel Zeit Sie nach getaner Konfigurationsarbeit mit Ihrem optimal angepaßten System einsparen.
Linux ist ein Kind des Internet und wird auch im Internet ständig weiterentwickelt. Deshalb ist es schon von Hause aus gut geeignet für die Vernetzung in großen Rechnersystemen über Weitverkehrsverbindungen. Das Erstaunliche aber ist, daß dank der TCP/IP-Technik alle diese Verfahren auch in lokalen Netzen anwendbar sind. So haben Sie die Möglichkeit, Rechner ganz verschiedener Hardwareplattformen und Betriebssysteme miteinander zu koppeln und Dienste netzweit verfügbar zu machen -- fertig ist das Intranet.
Das vorliegende Buch soll Ihnen dabei helfen. Sie können es wie ein Lehrbuch von vorn nach hinten durcharbeiten oder sich die Seiten herauspicken, die Sie interessieren, oder es als Nachschlagewerk benutzen. Versuchen Sie dabei möglichst oft, die gegebenen Beispiele gleich praktisch auszuprobieren. Das meiste läßt sich schon mit zwei vernetzten PCs -- oder gar mit einem -- nachvollziehen.
Um dieses Buch zu verstehen, müssen Sie kein Netzwerkprofi sein. Kapitel 1 gibt Ihnen die nötigen Aufschlüsse. In anderen Kapiteln wird das dann vertieft.
Ein bißchen mit Linux oder einem anderen UNIX sollten Sie vertraut sein. Sie sollten mal an einem Terminal gesessen haben und wissen, was eine Shell, ein Prozeß, ein Dämon sind. Gut wäre es, wenn Sie schon einfache Systemverwaltungsaufgaben ausgeführt haben. Wie Sie eine ASCII-Datei editieren, brauche ich Ihnen sicher nicht zu erklären.
Oder oder oder ...
Auf jeden Fall haben Sie einen hohen Anspruch an sich selbst und an die Software, die Ihnen zu Gebote stehen soll.
Erster Teil: Lokale Netzwerke
Zunächst erfahren Sie allerhand über die »Innereien« von Netzwerken. Das erste Kapitel bildet die theoretische Grundlage auch für die beiden anderen Teile des Buches. Zentrales Thema ist das TCP/IP-Protokoll. Wenn Sie da schon bewandert sind oder sich mehr für's Praktische interessieren, überspringen Sie es und schlagen später dort nach, wenn Sie genauer wissen wollen, wie etwas funktioniert.
Anschließend wird im einzelnen die Einrichtung und Konfiguration eines lokalen Netzwerkes unter Linux vorgestellt, angefangen von der Auswahl der Geräte und Kabel über die Installation von Treibern und anderer Software bis hin zu den Nutzungsmöglichkeiten der verschiedenen Netzdienste. Zahlreiche Tabellen und Checklisten helfen Ihnen bei der korrekten Konfiguration, grafische Darstellungen, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Beispiel-Listings begleiten Sie bei der Inbetriebnahme und Fehlersuche.
In Kapitel 5 und 6 erfahren Sie unter anderem, wie Sie die von Ihnen eingerichteten Linux-Stationen auch als Clients und Server für andere Betriebssysteme nutzen.
Zweiter Teil: Linux im Weitverkehrsnetz
Auch hier geht's erst einmal mit der Hardware los. Kabel, Modems und ISDN-Geräte sind das große Thema. Mit diesen Teilen -- und der entsprechenden Software, die im übrigen auf der Buch-CD enthalten ist -- richten Sie Weitverkehrsverbindungen zwischen Ihren Linux-Systemen ein oder schließen diese ans Internet an.
Darauf aufbauend wird gezeigt, wie Sie Client-Programme für die verschiedensten Netzdienste installieren und nutzen: FTP, TELNET, World Wide Web, Gopher, WAIS, Usenet News und Electronic Mail sind einige von Ihnen. Wie schon im ersten Teil bekommen Sie auch hier eine Reihe von Diagnosetools an die Hand, die helfen, wenn's im Weitverkehrsnetz irgendwo klemmt.
Abschließend lernen Sie die Möglichkeiten kennen, mit Linux-PCs auf Mailboxen und Online-Dienste wie CompuServe und T-Online zuzugreifen.
Dritter Teil: Intranet mit Linux
Das zwölfte Kapitel versetzt sie in die Lage, auf der Basis der beiden anderen Teile ein firmen- oder organisationseigenes Intranet aufzubauen. Die Auswahl und Konfiguration der Hardware wird beschrieben und durch Checklisten und Schritt-für-Schritt-Anleitungen unterstützt.
Kapitel 13 enthält alle Angaben, die Sie brauchen, um Intranet-Server in Ihrem Netz zu installieren. Die Beschreibung erstreckt sich auf die technische Seite; für inhaltliche und organisatorische Aspekte werden Literaturempfehlungen gegeben.
Die abschließenden Kapitel des Buches befassen sich mit der Fernwartung in lokalen und verteilten Netzen und der Sicherheit im Intranet. Sie lernen geniale Fernwartungs-Tools kennen und erfahren, wie Sie einfache Firewall-Strukturen selbst errichten können.
Anhang
Im Anhang erwarten Sie neben Literatur-, Stichwort- und weiteren Verzeichnissen ein umfangreiches Glossar zu Linux, Netzwerken und Internet sowie Installationshinweise und eine Software-Übersicht zur beiliegenden CD, eine Reihe von Checklisten zum Selberausfüllen und einige wichtige Internet-Adressen. Außerdem ist ein vollständiger Abdruck der GNU Public License in englisch und deutsch beigegeben.
Die CD enthält ein komplettes, netzwerkfähiges Linux-System der Firma Caldera, Inc. -- Caldera OpenLinux Lite. Dieses System ist gegenüber der kommerziellen Version COL Base nur geringfügig eingeschränkt. Damit haben Sie ein komplettes multiuser-/multitaskingfähiges 32-bit-Betriebssystem zur Hand, das die Möglichkeiten Ihrer Hardware voll ausschöpft.
Weiterhin enthält die CD den kompletten Netzbetriebscode NET-3 und viele kostenlose Applikationen, insgesamt über 580 MB gepackter Software und Dokumentationen, teilweise in deutscher Sprache. Die meisten Programme sind außer in Binärform auch im Quelltext auf der CD vorhanden, so daß Sie bei Bedarf selbst Anpassungen vornehmen können. Dafür stehen Ihnen mit dem GNU-C-Compiler samt make-Utility sowie der Sprache Tcl/Tk für grafische Oberflächen mächtige Werkzeuge zur Verfügung.
Einen Überblick über die zur Verfügung stehende Software und Hinweise zur Installation gibt Anhang B.
Die Dokumentationen können ohne Installation direkt von der CD angesehen beziehungsweise als PostScript-Dateien ausgedruckt werden, auch unter anderen Betriebssystemen. Viele liegen im HTML-Format vor, so daß jeder beliebige Web-Browser zur Anzeige verwendbar ist. Empfohlen wird Netscape ab 2.0 oder ein anderer frame-fähiger grafischer Browser. Unterhalb des Verzeichnisses /col/doc auf der CD finden Sie unter anderem
Eine verdienstvolle Arbeit hat Lutz Henckel mit Woven Goods for LINUX geleistet. Es handelt sich um eine opulente Informationssammlung zu allen Fragen in Zusammenhang mit dem Betriebssystem Linux und jede Menge Links zu Quellen im Internet. Sie bekommen den Einstieg, wenn Sie die Seite
/col/doc/html/woven/linux-body.html
von der CD in einen Web-Browser laden. Selbstverständlich können Sie Woven Goods bei Bedarf auch auf der Festplatte installieren. Dazu enthält die CD mehrere Pakete, die in der Tabelle im Anhang aufgeführt sind.
Wenn Sie eines der angesprochenen Themen tiefergehend interessiert, bekommen Sie ausführlichere Informationen in der angegebenen Literatur.
Weitere Informationsquellen erschließen sich im Internet. Haben sie erst mal Ihren PC nach den Anleitungen im zweiten Teil des Buches internetfähig gemacht, brauchen Sie nur den Links auf der CD zu folgen und kommen auf diese Weise bald an jede gewünschte Information heran. Ein paar wichtige Internet-Sites sind in Anhang D aufgeführt.
Einige Abkürzungen werden Ihnen bei der Informationssuche und bei Verweisen im Buch immer wieder begegnen; deshalb möchte ich sie hier kurz aufführen.
| FAQ | Frequently Asked Questions | Häufig gestellte Fragen aus Usenet-Newsgroups oder CompuServe-Foren |
| HOWTO | How to do | Anleitungen zu bestimmten Themen |
| ManPage | Manual Page | Dokumentation zu einem Programm |
| RFC | Request for Comment | Internet-Standards oder Vorschläge dazu |
| FYI | For Your Information | Untermenge von RFC: Hintergrundinformationen zu Aspekten des Internet für einen größeren Leserkreis |
| STD | Standard | ebenfalls eine Untermenge von RFC: im Internet verbindliche Abmachungen zwischen allen Teilnehmern (Quasi-Standard) |
Diese Dokumente bekommen Sie in der jeweils aktuellsten Version kostenlos von verschiedenen Internet-Servern. Für die RFCs ist beispielsweise der zentrale Server beim Information Sciences Institute in den USA beheimatet und unter
http://www.isi.edu
zu erreichen. Die RFCs bekommt man von dort wahlweise per FTP oder E-Mail. Es empfiehlt sich zur Senkung der Netzlast und gleichzeitigen Schonung des Geldbeutels, einen Spiegelserver in der Nähe des eigenen Standortes zu suchen. Auf solche Spiegelserver wird meist auf dem Originalserver schon hingewiesen. Außerdem sind viele dieser Dokumente auch in Sammlungen auf CD enthalten, so daß Sie sich den Download sparen. Beispielsweise enthält die Linux-Distribution von S.u.S.E. auf einer ihrer CDs in gepackter Form einige hundert RFCs. Auch CDs in Zeitschriften beherbergen zuweilen solches Material.
Es kommt immer mal wieder vor: Man will eines der Beispiele im Buch ausprobieren, aber das Ergebnis ist nicht das, was man sich erhofft hat. Dann muß guter Rat nicht teuer sein. Ein paar Tips zur Fehlersuche:
| 90% der Fehlerausschriften unter Linux
resultieren schlicht aus Tippfehlern. Überprüfen Sie also immer zuerst, ob Sie auch wirklich das eingegeben haben, was Sie beabsichtigt hatten. Achten Sie insbesondere auf Groß- und Kleinschreibung bei allen Kommandos und Datei-/Verzeichnisnamen sowie auf vergessene oder zuviel angegebene Leerzeichen in Parameterangaben. Das gleiche gilt auch und besonders für Konfigurationsdateien. Hier ist es mir zuweilen beim Editieren mitgelieferter Samples passiert, daß ich beim Entfernen einer Reihe von Kommentarzeichen eines mal nicht erwischt hatte. Solche Fehler tarnen sich oft gut hinter ihren Auswirkungen, und es bedarf manchmal der Einschaltung mehrerer Debugging-Levels, bis man dahinterkommt, wo sie wirklich stecken. |
|
| von den restlichen 10% Fehlern entfallen wiederum die Hälfte auf Probleme mit Datei- und Verzeichnisrechten. Entweder Sie sind im Moment nicht der Nutzer, für den Sie sich halten, oder die Datei läßt sich überhaupt nicht beschreiben oder Ihre Gruppe hat auf das Verzeichnis kein x-Recht oder eine Konfigurationsdatei, die Rechte gewährt (wie etwa /etc/hosts.allow), hat beim Editieren Schaden genommen oder oder oder. | |
| wenn ein Kommando zur Ausführung
scheinbar nicht gefunden wird, sind Sie entweder nicht
als root eingeloggt, oder der Standort des
Kommandos ist ganz allgemein nicht in Ihrem Pfad
enthalten. Bestimmen Sie in diesem Fall den Standort des Kommandos mit # whereis Kommandoname # Wechseln Sie dann in den gefundenen Pfad und führen Sie das Kommando mit # ./Kommandoname # aus (root hat aus Sicherheitsgründen meist das Arbeitsverzeichnis nicht mit im Pfad). |
|
| Manchmal stehen Dateien nicht an der Stelle, an der sie in den Beispielen im Buch stehen. Suchen Sie die Dateien mit find oder locate und installieren Sie gegebenenfalls Pakete nach. Wenn Sie die betreffenden Dateien nicht verschieben und auch die zutreffende Konfigurationsdatei nicht ändern wollen oder können, behelfen Sie sich mit symbolischen Links. Beachten Sie dabei, daß ein symbolischer Link immer die Rechte der Originaldatei behält, was aus der Dateiliste nicht unbedingt zu erkennen ist. |
Auf der Suche nach Informationen über Kommandos oder andere Dateien oder bei der Untersuchung von Dateiinhalten sind Ihnen die folgenden Tools bestimmt nützlich:
| Aufruf | bewirkt | Beispiel |
| man Name | zeigt die ManPage mit dem Titel Name an | man bash |
| whatis Name | sucht in der Whatis-Datenbank nach der ManPage mit dem Titel Name | whatis hosts_access |
| apropos String | sucht in den Kurzbeschreibungen der Whatis-Datenbank nach der Zeichenfolge String (wenn Sie ManPages zu einem Thema suchen) | apropos "name server" |
| locate String | sucht in Datenbank der Verzeichnis- und Dateinamen nach Pfadnamen, die String enthalten (Datenbank muß mit updatedb gepflegt werden) | locate bin/rpc. |
| find / -name Name | durchsucht alle Verzeichnisse nach Dateien Name (bedeutend langsamer als locate, findet dafür aber alles, auch gerade zuvor installierte Dateien) | find / -name inetd* |
| whereis Name | zeigt vollständigen Pfad der Datei Name an | whereis lpd |
| which Name | gibt vollständigen Pfadnamen des Programms an, das abgearbeitet würde, wenn der gerade eingeloggte Benutzer es mit Name aufriefe | which X |
| file Pfad | zeigt Art der Datei an, die durch ihren vollständigen Pfadnamen Pfad angegeben ist | file /etc/services |
| info Name | umfassende Information zum Programm Name, falls Info-Seiten vorhanden sind | info chmod |
| grep Muster Name | sucht Muster in Datei Name | grep root /etc/passwd |
| strings Name | gibt alle Zeichenketten aus, die in der Binärdatei Name enthalten sind, dient zu Untersuchung von Programmen | strings /usr/sbin/in.telnetd |
Taucht im Text einmal ein Begriff auf, der Ihnen nicht gleich ganz klar ist, schauen Sie im Anhang F -- Glossar -- nach, ob sich dort eine Erklärung findet. Anhang G -- das Stichwortverzeichnis -- enthält Verweise darauf, wo der gesuchte Begriff sonst noch vorkommt. Vielleicht erschließt er sich aus den Zusammenhang.
Einige Begriffe, die sehr häufig verwendet werden, seien hier kurz aufgelistet.
lokale Maschine
ist der Rechner, vor dem Sie gerade sitzen oder der, auf dem der gerade betrachtete Prozeß abläuft
entfernte Maschine
ist jeder andere Rechner im Netz, zu dem eine Verbindung hergestellt werden kann (auch Fern-Host, Remote Computer)
System
bezeichnet meist einen Rechner samt installierter Software (Linux, TCP/IP-Protokolle, Dämonen, Applikationen, ...)
Folgende Begriffe werden so gut wie synonym verwendet:
Rechner - Host - Maschine (auch: PC)
Netzknoten - Knoten - Node - Station/Computer/Rechner/Host/Maschine im Netz
(Netz-)Adapter - Netzkarte - Netzwerkkarte - Ethernet-Karte
IP-Adresse - Internet-Adresse
OSI-Schicht 3 - Netzwerkschicht - Internet-Schicht - network layer
Falls irgendwo Aussagen über UNIX getroffen werden, ist Linux natürlich immer mit gemeint.
Und noch ein Hinweis zum Schluß:
Es gibt in der Literatur unterschiedliche Auslegungen des Begriffes »auskommentieren«. Im vorliegenden Buch wird »auskommentieren« verwendet, wenn einer Scriptzeile das Kommentarzeichen vorangestellt wird, um sie von der Befehlsabarbeitung auszuschließen. Das Gegenteil, also das Entfernen eines Kommentarzeichens, um die betreffende Zeile wirksam zu machen, bezeichne ich mit »entkommentieren«.
Um Ihnen die Orientierung im Buch zu erleichtern, habe ich manchmal einen besonders wichtigen Begriff an den Rand geschrieben. Damit Sie verschiedene Stellen noch leichter auffinden, werden einige Icons verwendet, die Sie auf bestimmte Sachverhalte besonders hinweisen.
| Der Bücherstapel deutet -- wie kann das anders sein -- auf weiterführende Veröffentlichungen zum Thema in Büchern und Zeitschriften. | |
| Die Bombe befindet sich als Achtungszeichen an Stellen, die der Netzsicherheit gewidmet sind, oder wo Datenverluste, Überstunden, Vermögensschäden oder die Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte drohen. | |
| Die Silberscheibe steht für Features, die die Linux-Distribution auf der Buch-CD aufweist und für Software und Dokumentationen, die Sie auf dieser CD finden. | |
| An dieser Stelle geht Ihnen ein Licht auf. Sie erfahren wertvolle Tips und Tricks, die Ihnen das Leben als Linux-Netzwerker leichter machen. | |
| Die Faustregel erklärt komplizierte Sachverhalte auf faßliche Weise oder zeigt Ihnen, wie ein Problem in 90 Prozent der Fälle gelöst wird. | |
| Das weltumspannende Internet wird durch den Globus symbolisiert. Hier finden Sie Hinweise auf Informationsquellen im Netz der Netze. | |
| Knoten im Zeigefinger? Ein Fingerzeig, den Sie sich merken sollten. Diese Information brauchen Sie immer wieder. | |
| Spuren im Wüstensand kennzeichnen eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, der Sie nur zu folgen brauchen, um die Oase des Erfolges zu erreichen. | |
| Yin und Yang schließlich stehen für die elementare Vernetzungsstruktur: zwei Computer plus eine Strippe, mit denen Sie alles ausprobieren können, was an dieser Stelle geschrieben steht. |
... werden meist sowieso nicht gelesen. Wozu auch! Das meiste erschließt sich von selbst. Wenn Sie im Zweifelsfalle doch mal etwas nachschlagen wollen, steht es hier für Sie.
| Hexadezimalzahlen werden durch ein
vorangestelltes 0x gekennzeichnet. Beispiel: 0x0030 entspricht 0x30 entspricht dezimal 48 |
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| Verzeichnisangaben, URLs, Kommandos,
Shellscripte und andere Listings sind in Listingschrift wiedergegeben. Ausschriften an der Konsole sind in gleicher Weise dargestellt. Eingaben, die symbolisch für andere stehen sind in fetter Listingschrift gehalten. Hier setzen Sie Ihre konkreten Inhalte ein. |
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| Die oft in Verzeichnisnamen
vorkommenden Versionsnummern, beispielsweise für den
Kernel oder bestimmte Softwarepakete sind durch <Versionsnr.> gekennzeichnet und müssen durch die aktuelle Versionsnummer ersetzt werden. |
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| Für die Syntaxdarstellungen von UNIX-Kommandos gelten die gleichen Regeln wie für Listings. Zusätzlich werden eckige Klammern verwendet, um optional vorhandene Elemente der Kommandozeile zu kennzeichnen. Stehen mehrere Optionen in einer Klammer, wie etwa [-rcxE], so können jede einzelne von Ihnen oder auch alle weggelassen werden. | |||||||||
| Als Linux-Prompt wird generell der
Root-Prompt # verwendet. Nur in einigen Fällen, in denen Sie
explizit als jemand anders eingeloggt sein sollen, steht
ein normaler User-Prompt mit Hostnamen und Dollarzeichen,
also etwa evaix $ Grundsätzlich steht am Ende einer Folge von Konsolen-Kommandos noch einmal ein Prompt, um die Bereitschaft zur Weiterarbeit anzudeuten. Dazwischen erfolgende Ausschriften werden, sofern sie nicht beispielhaft angegeben sind, durch drei Punkte ... angedeutet. |
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| Bei der Schreibweise der URLs des
Internet (Uniform Resource Locators) habe ich mich
an die Konventionen des Linux Documentation Project
(LDP) gehalten. Danach werden die Resourcen
folgendermaßen angegeben: http://servername/path für WWW-Ressourcen (HTML-Seiten) servername:/path für FTP-Ressourcen (Download-Verzeichnisse) und user@host.domain für SMTP-Ressourcen (Mail-Adressen). Wenn Sie mit einem WWW-Browser arbeiten, setzen Sie bei den beiden letztgenannten noch die Protokollbezeichnungen ftp:// beziehungsweise mailto: davor, um die jeweilige Ressource anzusprechen, und lassen bei FTP den Doppelpunkt nach dem Servernamen weg. |
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Tastenanschläge sind in eckige
Klammern gesetzt.
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| Tastenanschläge, die mit Plus
verbunden sind, bedeuten gleichzeitiges Betätigen. [ALT] + [F1] bedeutet ALT-Taste und Funktionstaste F1 gleichzeitig betätigen [SHIFT] + [Bild Auf] bedeutet Umschalttaste gedrückt halten und Bild-nach-oben-Taste betätigen |
|||||||||
| Tastenanschläge, die ohne besonderes
Zeichen aufeinander folgen, sind nacheinander
auszuführen. [T] [´] [E] bedeutet: erst T-Taste, dann Akzent-Taste, dann E-Taste |
|||||||||
| Tastenbezeichnungen für Buchstaben sind immer groß geschrieben. | |||||||||
| Menü- und Buttonbezeichnungen in
grafischen Oberflächen (MS Windows, Tcl/Tk, Netscape
Navigator, ...) sind kursiv gesetzt. Beispiel: Datenträger/Netzlaufwerk verbinden Beispiel: Abbrechen |
|||||||||
| Sparsam habe ich einige Emoticons in
den Text eingestreut, die in der Online-Welt gang und
gäbe sind. Es bedeuten :-) ein freundliches Lächeln ;-) ein Augenzwinkern <g> ein Grinsen Einmal konnte ich mir ein <eg> (evil grin) nicht verkneifen. |
Nun wünsche ich Ihnen viel Spaß mit dem Buch und Ihrem Linux-Netzwerk.
Sollte Ihnen etwas nicht so gefallen oder finden Sie gar einen Fehler oder sind Sie einfach in irgendeinem Punkt anderer Meinung als der Autor, so schreiben Sie mir bitte. Natürlich können Sie mir auch mitteilen, was Ihnen gefallen hat. Oder was aus Ihrer Sicht an dem Buch noch verbessert werden könnte.
Auch interessieren mich die Erfahrungen die Sie mit Linux als Netzwerkbetriebssystem gemacht haben.
Sie erreichen mich unter
100043.1001@compuserve.com
oder ganz profan per snail mail unter der Anschrift
Dr.-Ing. Bernhard Röhrig
Hermann-Brill-Str. 43
99099 Erfurt
(Adresse inzwischen geändert)
Besuchen Sie mich doch mal im Internet auf der Seite
http://www.roehrig.com/
Sie finden dort die Listings des Buches, zusätzliche Software sowie jede Menge Neuigkeiten und können überdies gleich Ihre Nachricht an den Autor loswerden.
Ich freue mich über jede Kritik. Denn nur Widerspruch treibt die Entwicklung voran.
In diesem Sinne Ihr
Dr. Bernhard Röhrig